Gegen das System

Keira Knightley spielt eine Whistleblowerin in Gavin Hoods Film „Official Secrets“.

Von Kevin Scheerschmidt

Von Kevin Scheerschmidt

Von Kevin Scheerschmidt

Kevin Scheerschmidt

Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft B.A. (2013-2018) in Frankfurt am Main und seit 2018 Theater-, Film- und Fernsehkritik in München. Berufung: Film! Motto: Filme müssen wenn möglich auf der großen Leinwand konsumiert werden. Egal ob kleinster Independent oder größter Blockbuster, jeder Film hat das Potential großartig sein zu können. Jeder Film verdient eine Chance.

Katherine Gun (Keira Knightley) hat nichts zu gewinnen und alles zu verlieren. Sie ist Mitarbeiterin in einem britischen Geheimdienst. Im Jahr 2003 liest sie eine Mail: Die USA fordern Großbritannien auf, kleinere Länder zu erpressen, um deren Stimmen für ein UN-Mandat zur Irak-Invasion zu erzwingen.

Gun ist schockiert von den geheimen Erkenntnissen, ihr Gewissen rebelliert. So übergibt sie die Mail an die Zeitung „The Observer“ und verstößt damit gegen den britischen „Official Secrets Act“. Als eine Kollegin zu Unrecht in Verdacht gerät, gesteht Katherine Gun ihre Tat und findet sich vor Gericht wieder.

Keira Knightley macht mit einer überzeugenden, sehr subtilen Darstellung die moralischen Gewissensbisse spürbar.

Auf der anderen Seite muss der Journalist Martin Bright (Matt Smith) herausfinden, ob die E-Mail glaubhaft ist und gleichzeitig gegen die eigene kriegsbefürwortende Zeitung arbeiten.

„Official Secrets“ beleuchtet die wahren Ereignisse spannend und informativ, schwankt zwischen Whistleblower- und Newspaper-Film und schafft es, beide Genres packend und realistisch darzustellen.

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